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Innovative Phytotherapie: Mit Pestwurz gegen Heuschnupfen

Termin: Mittwoch, den 21. Mai 2003
Zeit: 11.00 - 13.00 Uhr
Ort: PresseClub München
Marienplatz 22
80331 München
11.00 Uhr Prof. Dr. Michael Popp, Neumarkt

Begrüßung

11.25 Uhr Prof.Dr.med.Dr.phil. Johannes Ring, München

Heuschnupfen: Ein Problem von hoher medizinischer und sozioökonomischer Bedeutung

12.00 Uhr Prof. Dr. med. Axel Brattström, Romanshorn

Pestwurz: Ein neues Antiallergikum aus der Natur

Diskussion

12.30 Uhr Prof. Dr. med. Michael Habs, Karlsruhe

GKV: sind in Zukunft nur Arzneimittel mit Risikopotential erstattungsfähig?

Diskussion

12.30 Uhr Schlussdiskussion
Moderation: Dr. Marcela Ullmann
Veranstalter: Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN)


        Prof. Dr. Michael Popp

Grußwort zur Pressekonferenz vom 21. Mai 2003

neu zugelassene Arzneimittel innerhalb Europas erlangen mit der Erstzulassung des Arzneimittels national in einem Staat, oder harmonisiert in Europa, über die europäische Zulassungsbehörde einen automatischen Unterlagenschutz von 10 Jahren für ihre zur erstmaligen Zulassung eingereichte Dokumentation.

Pflanzliche Arzneimittel haben sich aus der Tradition und der Empirie entwickelt. Somit sind viele dieser Präparate seit Jahrzehnten auf dem Markt und haben sich sowohl bezüglich Wirksamkeit als auch Unbedenklichkeit bewährt. Jedoch besteht noch riesiger Bedarf, der Natur richtig auf die Spur zu kommen, d.h. die Wirkmechanismen und die Wirkstrukturen aufzuspüren, um damit den Ärzten, den Apothekern und den Verbrauchern rationale Phytopharmaka auch im Sinne des Verbraucherschutzes zur Verfügung zu stellen.

Dafür sind große Forschungsaufwendungen notwendig, die zum Teil auch in Patenten enden können oder auch nur in neuen, hervorragenden klinischen Studien nach den modernsten internationalen Standards. Für den Fall - was recht häufig ist - dass keine Patente mehr erwirkt werden können, wird von vielen nachahmenden Firmen direkt Bezug genommen auf diese klinische Dokumentationen. Besonders auch im Zulassungsverfahren, und das, obwohl in den meisten Fällen ein ganz anderer Extrakt enthalten ist und damit eine ganz andere Identität des pflanzlichen Arzneimittels besteht. Zum Teil wird auch subtil mit den patentierten Daten des Wettbewerbers geworben.

Unser Wunsch an die Politik ist es nun, zum einen im Zuge der 12. AMG Novelle eine besondere Deklaration für erforschte, rationale, moderne Phytopharmaka durch die Möglichkeit der Deklaration der Spezialextrakte zu schaffen. Des weiteren nicht nur in Deutschland sondern auch innerhalb Europas einen Datenschutz für unsere Forschungsergebnisse zu erhalten. Denn gerade der pharmazeutische Mittelstand innerhalb Europas zeichnet sich dadurch aus, neue Indikationen, neue Wirkmechanismen und Präparateoptimierungen zu erforschen, da er sich nicht allzu viele weltweit patentierbare Arzneimittelentwicklungen leisten kann.

Prof. Dr. Michael Popp

Vorsitzende KFN Komitee Forschung Naturmedizin e.V.

 


Prof.Dr.med.Dr.phil. Johannes Ring, München

Heuschnupfen: Ein Problem von hoher medizinischer und sozioökonomischer Bedeutung

 Allergien haben weltweit in den letzten Jahrzehnten zugenommen, ohne dass die Ursachen hierfür bekannt wären. Dies gilt insbesondere für allergisches Asthma bronchiale, atopisches Ekzem (= Neurodermitis) und die häufigste allergische Erkrankung, die allergische Rhinokonjunktivits (im Volksmund bei saisonaler Ausprägung auch „Heuschnupfen“ genannt).

Mehr als 20 Prozent der Deutschen leiden unter einer Pollenallergie

mit den häufigsten Symptomen: Augenrötung, Tränen, Niesanfälle, Fließschnupfen, nasale Obstruktion sowie Asthma-Attacken und Juckreiz mit Ekzemen. Im Gefolge der Pollenallergie kommt es zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität mit Krankheitsgefühl, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Abnahme der Reaktionsfähigkeit, aber auch vereinzelt Fieber und Kopfschmerzen.

Werden Pollenallergien nicht oder nicht richtig behandelt, drohen den Patienten z.T. schwere Komplikationen bis hin zu Asthma und Anaphylaxie. Gefürchtet ist der sogenannte „Etagenwechsel“, wenn sich die Allergie von der Nasenschleimhaut auf die unteren Atemwege und die Bronchien legt (in etwa 30 bis 40 Prozent der Pollenallergiker).

Neben dem individuellen Leid entstehen enorme volkswirtschaftliche Kosten, die allein als direkte Kosten für Rhinitis, Asthma und Neurodermitis pro Jahr in Deutschland 1996 eine Milliarde Euro betrugen.

Dazu schätzt man das drei- bis vierfache an indirekten Kosten. Durch Heuschnupfen entstehen Ausfallzeiten für Erwachsene im Berufsleben (Maximum der Heuschnupfenhäufigkeit bei jungen Erwachsenen zwischen 15 und 35 Jahren). Bei Kindern im Schulalter sind regelmäßig Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit mir Konzentrationsschwäche zu beobachten.

Der adäquaten Akutbehandlung und langfristige Umstimmung des fehlgeleiteten Immunsystems kommt eine entscheidende Bedeutung in der Verhinderung von Spätfolgen und Komplikationen zu.

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein,
Technische Universität München
Biedersteinstraße 29
D – 80802 München


Axel Brattström, Romanshorn (CH)

Pestwurz: Ein neues Antiallergikum aus der Natur

Etwa 16 Prozent der Bevölkerung leidet mehr oder weniger stark an den Symptomen des Heuschnupfens. Zu den therapeutischen Optionen zählen

  • Allergenkarenz Z.B. durch Aufenthalt im Hochgebirge oder an der See.
  • Mastzellstabilisatoren (Cromoglicinsäure und Nedocromil) Aufgrund ihrer hohen Polarität wirken diese Stoffe nur lokal, also als Nasensprays oder Augentropfen, das aber sowohl auf die allergische Sofort- als auch auf die Spätreaktion
  • H1-Antihistaminika
    Lokal oder oral verabreicht, verdrängen sie mehr oder weniger selektiv Histamin von H1-Histaminrezeptoren und heben dadurch die Histaminwirkung auf.
    Antihistaminika wirken ausschließlich auf die allergische Sofortreaktion, nicht aber auf die Spätreaktion, sie haben daher keinen positiven Einfluss auf unterschwellig ablaufende begleitenden Entzündungsprozesse. Das macht sich bei der allergischen Rhinitis vor allem in der fehlenden Wirkung auf die verstopfte Nase bemerkbar.
  • Alpha1-Blocker
    Werden vor allem in Form von Nasensprays – oft als Begleitmedikation zu H1-Antihistaminika – eingesetzt. Da sie die Abschwellung der entzündeten Nasenschleimhaut ausschließlich über eine reduzierte Durchblutung bewirken, kann es unter dieser Behandlung zur Schädigung der Schleimhaut kommen.
  • Glucocorticoide
  • Anti IgE
    Diese erst 1967 erkannten Substanzen befinden sich noch in der Entwicklung.
  • Hyposensibilisierung
  • Phytotherapie
    Seit neuestem gibt es auch ein Spezialextrakt aus Blättern der Pestwurz (Ze 339).´
Bei Ze 339 handelt es sich um eine „New Herbal Entity“: mit Hilfe einer neuartigen, patentierten Extraktionsmethode mit unterkritischem Kohlendioxyd wird aus den Blättern einer Petasin-Elite-Varietät der Pestwurzpflanze ein Spezialextrakt gewonnen.

Sämtliches Ausgangsmaterial stammt aus kontrolliertem Anbau. Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit ist es gelungen diese Pflanze, die eigentlich feuchte und schattige Bachläufe als Standort bevorzugt, wie andere Nutzpflanzen flächendeckend anzubauen.

Die Extraktentwicklung hatte einerseits die Anreicherung der wirksamkeits-mitbestimmenden Inhaltsstoffe, der „Petasine“, zum Ziel. Dies gelang unter anderem durch die Verwendung des sehr lipophilen Extraktionsmittels CO2. Andererseits musste die Extraktion toxischer kanzerogener Pyrrolizidinalkaloide verhindert werden. Dies wurde durch ein Dreistufenprinzip sichergestellt:

durch Verwendung von lipophilem CO2 als Extraktionsmittel gehen die polaren Alkaloide kaum in den Extrakt über.

bei Verwendung der Blätter anstatt der üblicherweise verwendeten Wurzeldroge ist der Gehalt an Pyrolizidinalkaloiden bereits in der Ausgangsdroge um den Faktor 10 – 100 geringer.

eine in die Extraktion integrierte Online-Adsorption-Technique eliminiert möglicherweise übergetretene Pyrolizidinalkaloide quantitativ. Deshalb können im Extrakt keine Pyrrolizidinalkaloide mehr nachgewiesen werden. Dies bei einer Nachweisgrenze von 35 parts per billion!

Das Phytopharmakon hat eine Wirkung sowohl auf die allergische Sofort-Reaktion als auch auf die allergische Spätreaktion. Unter anderem durch Reduktion der intrazellulären Kalzium-Mobilität wird die Translokation von Enzymen zur Bildung der wichtigen Entzündungsmediatoren verhindert. Zusätzlich kommt es zur Hemmung der Leukotriensynthese und in der Folge zur raschen Wirkung auf die Akutsymptome der allergischen Rhinitis an Nase und Auge. Durch die Linderung der parallel ablaufenden Entzündungsprozesse kommt es z. B. zur Abschwellung der Nasenschleimhaut.

Mit Hilfe der Rhinomanometrie, bei der Luft mit einem definierten Druck durch die Nase geflutet wird, konnte die Wirkung des Spezialextrakts auf die verstopfte Nase eindeutig nachgewiesen werden. Bereits 90 Minuten nach Einnahme von Ze 339 war eine Verbesserung messbar. Nach 5-tägiger Behandlung stellten sich Normalwerte von etwa 800 ml/sec ein.

Durch die Entwicklung eines auf Petasine spezifischen ELISA konnten wir die Bioverfügbarkeit im Blut von Patienten direkt verfolgen und so einen raschen Übergang der Petasine ins Blut belegen.

 Zur Wirksamkeit wurden neben ersten offenen Machbarkeitsstudien bereits zwei GCP-konforme klinische Studien mit Ze 339 mit durchgeführt: Eine Vergleichsstudie mit Cetirizin, die bereits letztes Jahr im British Medical Journal publiziert wurde und eine placebokontrollierte Studie mit zwei unterschiedlichen Dosierungen des Phytopharmakons.

Um zu prüfen, ob Ze 339 im Vergleich zum heute meistuntersuchten Cetirizin nicht unterlegen wirkt, wurden insgesamt 125 Patienten randomisiert und in zwei Behandlungsgruppen verteilt. In die Intention to treat Auswertung zur Wirksamkeit wurden 61 Patienten in der Ze 339 Gruppe und 64 Patienten in der Ceterizin Gruppe eingeschlossen.

Mit Hilfe des für Cetirizin schon vor Jahren entwickelten und validierten SF36 Fragebogens zur Lebensqualität wurde die Wirkung beider Präparate verglichen. Die durch die Symptome der allergischen Rhinitis massgeblich reduziert Lebensqualität diente dabei als Maßstab für den therapeutischen Erfolg. Nach zweiwöchiger Behandlung zeigte sich der Pflanzenextrakt in einigen Punkten Cetirizin sogar überlegen. Interessanterweise kam es in der Cetirizin-Gruppe zu sedierenden Nebenwirkungen, nicht aber in der Ze 339 Gruppe.

In einer zweiten GCP-konformen Studie wurde die dosisabhängige Überlegenheit von Ze 339 im Vergleich zu Placebo untersucht. Dazu wurden insgesamt 186 Patienten mit einer allergischen Rhinitis randomisiert und entweder mit Placebo oder mit 16 mg bzw. 24 mg Petasine behandelt. Die Studie wurde nach der neuesten FDA Guidline zur Testung von Antiallergika konzipiert. Als Ergebnis zeigte sich – bezogen auf die wichtigsten Symptome Niessen, juckende Augen und Nase, laufende Nase sowie Verstopfung der Nase – eine klare Dosisabhängigkeit der Effekte des Phytopharmakons.

In einem umfangreichen toxikologischen Programm wurde die akute Toxizität, die Langzeittoxizität, Reproduktionstoxizität sowie die Mutagenität untersucht. Angesichts der Ergebnisse kann gesagt werden, dass erst bei einer 50- bis 60-fachen Überdosierung toxische Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Da sich experimentell weder eine Induktion noch eine Hemmung der Metabolisierung anderer Medikamente feststellen ließ, sind bei der Einnahme von Ze 339 auch keine Interaktionen mit andern Arzneimitteln zu erwarten.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Pestwurzspezialextrakt Ze 339 über ein Wirkprofil verfügt, das sowohl auf die Symptome der allergischen Sofort- als auch auf die der Spätreaktion Effekte zeigt. Die Linderung der Symptomatik tritt sehr rasch ein. Spezifische Nebenwirkungen oder Interaktionen mit anderen Medikamenten konnten unter Therapie nicht festgestellt werden.

In der Schweiz ist das Präparat seit 1. Mai 2003 als rezeptpflichtiges Arzneimittel zu haben. In Deutschland und in der Schweiz gibt es noch einen weiteren zugelassenen Pestwurz-Extrakt, der anders hergestellt wird. Dieser ist mit Ze 339 überhaupt nicht vergleichbar und auch nicht für die Indikation allergische Rhinitis zugelassen.

Prof. Dr. med. Axel Brattström
Forschungsleiter Zeller AG
Seeblickstraße 4
CH – 8590 Romanshorn

[FOLIEN]


Michael Habs, Karlsruhe

GKV: Sind in Zukunft nur Arzneimittel mit Risikopotential erstattungsfähig?

Am 8. Mai 2003 hat der rot-grüne Koalitionsausschuss seinen Vorschlag zum GMG verabschiedet, in dem unter anderem beschlossen wurde, nur noch verschreibungspflichtige Präparate zu erstatten. Eine Regel, nach der nur verschreibungspflichtige Präparate auch wirklich verschrieben werden dürfen, klingt zunächst schlüssig. Allerdings nur so lange, bis klar wird, was sie konkret bewirken würde: nämlich den kompletten Ausschluss der Phytopharmaka aus der Kassenerstattung.

 In Deutschland ist – im Unterschied zu anderen EU-Ländern – die Verschreibungspflicht ausschließlich nach dem Risikopotential geregelt, das von einem Medikament ausgeht. Drohen also bei der Einnahme eines Arzneimittels schwerwiegende Nebenwirkungen oder kann durch bewusste oder unbewusste Falschanwendung (z.B. zu hohe Dosierung) für den Patienten Gesundheitsgefahr entstehen, wird es unter die Verschreibungspflicht gestellt. Ist es dagegen nebenwirkungsarm und gut verträglich, wird es als rezeptfrei eingestuft. Dank dieser Regel gibt es derzeit in Deutschland Medikamente, die rezeptfrei sind, obwohl man sie bei so schweren Leiden wie Alzheimer, Herzinsuffizienz oder Krebs einsetzen kann, und solche, die der Rezeptpflicht unterstehen, auch wenn sie für leichtere Gesundheitsprobleme bestimmt sind.

 Unter diesen Umständen die Rezeptpflicht zum Maßstab der Erstattungsfähigkeit zu machen, würde bedeuten, Risiko zu belohnen. Das ist weder im Interesse der Patienten, noch kann es ernsthaft die Absicht der Politik sein. Besonders negativ würde sich die Schieflage bei Phytopharmaka bemerkbar machen: Sie blieben allesamt für Kassenpatienten unerreichbar. KFN schlägt statt dessen vor, falls der Leistungskatalog eingeschränkt werden soll, die Erstattungsfähigkeit von Medikamenten an der Indikation auszurichten, für die sie bestimmt sind. Das würde für Arzt und Patienten die freie Wahl der Therapie erhalten und dort, wo sie sich für Phytopharmaka entscheiden, vermutlich auch noch den Kassen wirtschaftliche Vorteile bringen.

Prof.Dr.med.habil. Michael Habs
Vorsitzender des KFN-Kuratorium
Professor am Walther Straub Institut
der Universität München

Geschäftsführer der Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel
Willmar-Schwabe-Straße 4
D – 76227 Karlsruhe Tel. 0721/ 40 05 497 

[Folien]


Michael A. Popp, Neumarkt

Schlußwort

mit dem Petasites-Extrakt für allergische Rhinitis wurde Ihnen eine absolute Innovation vorgestellt, die damit auch dem Datenschutz-bedürfnis im europäischen Sinne Genüge leisten würde, d.h. dass von nun an von der Erstzulassung in einem europäischen Land diese Dokumentation in der gesamten Europäischen Union 10 Jahre Datenschutz hat. Gleichzeitig ist dieses neue pflanzliche Arzneimittel auch verschreibungspflichtig, da es diesen Spezialextrakt in dieser Konzentration bislang noch nicht auf dem Markt gab.

Somit ist dieser Extrakt ein neues Arzneimittel, welches der ärztlichen Kontrolle bedarf und damit z.B. auch zukünftig - sobald dieses Arzneimittel auch in Deutschland zugelassen wird - unter die automatische Verschreibungspflicht fällt. Um Erfahrung in der breiteren Anwendung zu sammeln und damit auch die Sicherheit des Arzneimittels zu erfahren.

Auf Antrag kann dieses pflanzliche Arzneimittel nach 5 Jahren bei entsprechender Sicherheit aus der Verschreibungspflicht in die Apothekenpflicht entlassen werden. Durch die Entlassung eines solchen Arzneimittels aus der Verschreibungspflicht wird ein Arzneimittel aber nicht weniger wirksam sondern es ist die Sicherheit in der Anwendung durch den Patienten gewährleistet. Durch neue gesundheitspolitische Ideen wird nun jedoch suggeriert, apothekenpflichtige Arzneimittel wären generell alles Selbstmedikationsarzneimittel und sollten somit zukünftig zu 100 Prozent von den Patienten selbst zugezahlt werden.

Prof. Dr. Michael Popp
Vorsitzender KFN Komitee Forschung Naturmedizin e.V. 

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