Weißdorn steigert dauerhaft die Leistungsfähigkeit des Herzens
Gesunde Herzen schlagen kräftiger, wenn sie stärker als sonst belastet werden. Das kranke Herz dagegen macht gerade dann schlapp, wenn es besonders gebraucht wird. Um dieses fatale Fehlverhalten zu korrigieren, werden seit langem Extrakte aus den Blättern und Blüten des Weißdorns (lateinisch: Crataegus) eingesetzt. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, daß die Wirkstoffe des Weißdorns die Durchblutung des Herzens fördern, seine Leistungsfähigkeit steigern und einem Fortschreiten der Erkrankung entgegenwirken.
Eine Studie an insgesamt 136 Patienten mit verminderter Herzleistung, betreut von Prof. Andreas Weikl vom Hauptkrankenhaus Deggendorf, bestätigt die hohe Wirksamkeit und gute Verträglichkeit des Crataegus-Spezialextrakts WS 1442 . Die Hälfte der 40 bis 80 Jahre alten Studienteilnehmer nahm acht Wochen lang den Spezialextrakt ein, die übrigen bekamen ein wirkstofffreies Scheinmedikament. Mehrmals mußten sich die Patienten innerhalb des Behandlungszeitraums an einem Fahrrad verausgaben; vor und nach der Anstrengung wurden Blutdruck
und Herzschlagfrequenz gemessen. Ergebnis: Die Herzleistung der unbehandelten Patienten verschlechterte sich während des Versuchs. Dagegen konnten die mit Crataegus therapierten Patienten ihre Herz-leistung und auch ihr allgemeines Wohbefinden steigern (nachzulesen in: Fortschritte der Medizin, Band 24, S. 291 ff, 1996).
Die Inhaltsstoffe des Weißdorns eignen sich besonders gut zur Langzeit-therapie von Patienten mit chronischer Herzschwäche, weil sie das haben Versuche mit Ratten gezeigt das Risiko eines plötzlichen Herztodes deutlich senken. Den Grund dafür fand die Forschergruppe um Dr. Robert Schwinger von der Universität Köln bei Experimenten mit leistungsschwachen menschlichen Herzen, deren ursprüngliche Besitzer sich einer Herztransplantation unterziehen mußten: Crataegus-Extrakt sorgt dafür, daß in den Herzmuskelzellen genügend Kalzium verfügbar ist, erreicht dies aber auf anderem Weg als herkömmliche Arzneien (Herz Kreislauf Zeitschrift für Kardiologie und Angiologie in Klinik und Praxis, Band 1, S. 28 ff., 1998).
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