Cimicifuga: Eine sanfte Hilfe gegen klimakterische Beschwerden

Etwa fünf Millionen Frauen in Deutschland erleben gerade ihren „Wechsel“. Die Mehrzahl von ihnen leidet mehr oder weniger deutlich unter den charakteristischen Beschwerden des Klimakteriums und stellt sich die Frage: Sind Hormone wirklich die einzige Lösung für meine Probleme? Keineswegs, betonten Experten auf einer Pressekonferenz in München. Es gibt eine Reihe von pflanzlichen Mitteln aus Cimicifuga racemosa mit nachweislicher Wirksamkeit gegen die lästigen Symptome.

„Viele Frauen klagen in diesem schwierigen Lebensabschnitt über Leistungsminderung, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Gelenkbeschwerden und Harninkontinenz. Die von den Frauenärzten oft ausschließlich empfohlene Hormon-Behandlung wird von den betroffenen Frauen häufig abgelehnt. Pflanzliche Arzneimittel sind bei solchen Beschwerden meist nicht nur eine therapeutisch wirksame, sondern auch eine nebenwirkungsarme Alternative“ , berichtete in München Dr. Astrid Blank von der Frauenklinik der Universität Heidelberg.

Die Anwendung von Extrakten aus Cimicifuga racemosa (deutsch Traubensilberkerze oder Schlangenkraut) bei klimakterisch bedingten neurovegetativen und psychischen Beschwerden sind wissenschaftlich gut gesichert (z.B. TW Gynäkologie 10: 172-175, 1997). Die Heilpflanze enthält Östrogen ähnliche Pflanzenhormone, die auf den Hormonstoffwechsel der Frau eine regulierende Wirkung ausüben.

Das Besondere an der Traubensilberkerze: Während künstliche Östrogene zu einem unerwünschten Wachstum der Gebärmutterschleimhaut führen und auch die Brustkrebsgefahr steigern können, sind die Wirkstoffe der Cimicifuga offenbar frei von dieser Nebenwirkung (nachzulesen bei Freudenstein et al., Phytomedicine Vol.7, Suppl. II: 13, 2000).

Ähnliches ergaben auch die Untersuchungen von Prof. Dr. Wolfgang Wuttke von der Abteilung Klinische und Experimentelle Endokrinologie der Universitäts-Frauenklinik Göttingen: „Extrakte aus Cimicifuga enthalten so genannte SERMs, selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren. Sie entfalten daher nur die wünschenswerten Eigenschaften von Östrogenen – beugen Osteoporose (Knochenschwund) vor, schützen die Gefäße vor Arteriosklerose und haben positive Wirkungen auf emotionale Empfindungen.

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20.02.2006 Studienergebnisse Sitemap Impressum - Kontakt